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Neues NRW-Programm für geschlechtergerechte Hochschulen

"Wir brauchen alle klugen Frauen und Männer an unseren Hochschulen. Gleichstellung ist eine Frage der Qualität", erklärte Ministerin Schulze anlässlich des in Düsseldorf vorgestellten Landesprogramms für geschlechtergerechte Hochschulen. "Wir investieren deshalb in den kommenden drei Jahren (bis 2014) 5,4 Millionen Euro pro Jahr, um hier endlich einen entscheidenden Schritt voranzukommen."

Das Landesprogramm besteht aus drei Bausteinen:

1. der Stärkung der Gleichstellungsbeauftragten,
2. der Nachwuchsförderung und
3. der Genderforschung.

Die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten wird durch einen Sockelbe­trag von 3 Millionen Euro jährlich gefördert. Diese Mittel werden insbe­sondere für strukturelle Maßnahmen, zusätzliche Maßnahmen in Fä­chergruppen mit besonders deutlicher Unterrepräsentanz von Frauen, Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie für die Förderung von Mitarbeiterinnen in Technik und Verwaltung an die Hochschulen gegeben.

Als zweiter Baustein fließen 1,5 Millionen Euro jährlich in die Nach­wuchsförderung an den Universitäten, den Fachhochschulen und den Kunst- und Musikhochschulen. "Mit den Geldern werden Wissenschaft­lerinnen in der Post-doc-Phase, qualifizierte Frauen mit einem konkreten Interesse an einer Fachhochschullaufbahn oder auch Künstlerinnen unterstützt", erklärte die Ministerin.

Als dritter Baustein werden 900.000 Euro pro Jahr für die Genderfor­schung bereitgestellt. "Die Genderforschung hat uns gezeigt, dass Män­ner und Frauen unterschiedliche Lösungsansätze und -strategien fin­den. Wir wollen, dass das Potenzial der Geschlechterforschung im Hin­blick auf die großen Herausforderungen genutzt wird", so Ministerin Schulze.

In das "Landesprogramm für geschlechtergerechte Hochschulen" sind Handlungsempfehlungen aus dem Gender Kongress 2011 eingeflossen. "‚Manches ist getan, aber vieles bleibt noch zu tun’ lautete die Bilanz aus dem ersten nordrhein-westfälischen Gender-Report 2010 des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung", erklärte Ministerin Schulze abschließend. "Ich habe damals versprochen, diese Handlungsaufforderung ernst zu nehmen. Für die Wissenschaftspolitik des Landes haben wir mit dem Förderprogramm die Weichen für eine geschlechtergerechte Hochschule gestellt." (Rede der Ministerin am 05.03.2012 als download).

Detaillierte Informationen zum Landesprogramm für geschlechtergerechte Hochschulen finden Sie hier.

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