In Berufungsverfahren gilt es, sowohl exzellente Wissenschaft sicherzustellen als auch Chancengerechtigkeit gezielt zu fördern. Dies erfordert bewusst gestaltete und reflektierte Entscheidungsprozesse. Häufig beeinflussen jedoch unbewusste Denkmuster – sogenannte Unconscious Biases – die Wahrnehmung und Bewertung von Bewerber*innen in Berufungs- und Auswahlkommissionen.
Im Rahmen dieses Workshops werden typische Biases wie Gender Bias, Ähnlichkeits-Bias sowie gruppendynamische Effekte, etwa Autoritätseffekte, systematisch reflektiert. Zudem werden Strategien zum Bias-Management vermittelt, die darauf abzielen, Berufungsverfahren objektiv, gender- und diversitätssensibel sowie exzellenzorientiert zu gestalten.
Ziel ist es, die Mitglieder von Kommissionen darin zu stärken, Entscheidungen auf einer fundierten, differenzierten und fairen Basis zu treffen, die sowohl herausragende wissenschaftliche Leistungen als auch Vielfalt berücksichtigt. Durch kurze fachliche Inputs, praxisnahe Reflexionen und den Austausch von Erfahrungen wird die Sensibilität für unbewusste Verzerrungen geschärft, um die bestmöglichen Kandidat*innen auszuwählen.
Inhalte:
- Reflektion der typischen Biases
- Bias Management Strategien
- Austausch von Erfahrungen, um Biases zu erkennen
- Gestaltung excellenzorientierter Berufsverfahren