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Leitfaden: Gleichstellung und Chancengleichheit in der Drittmittel-Antragstellung

In den verschiedenen Forschungsförderprogrammen der DFG wird die Entwicklung von Konzepten und Ideen zur Förderung von Chancengleichheit und Diversität erwartet. Dieser Leitfaden richtet sich an Antragsteller*innen der Universität Bonn und dient der vorausschauenden Planung der einzelnen Schritte in den Antragsverfahren. Aufgeführt sind die wichtigsten Vorgaben und Informationen, die auch in den einzelnen Merkblättern zu "Chancengleichheit" der DFG zu finden und im Rahmen der Antragstellung zu beachten und zu erfüllen sind. Eine der Vorgaben im Rahmen der Antragstellung ist beispielsweise die Berücksichtigung und Verankerung gleichstellungspolitischer Zielsetzungen und diversitätsrelevanter Aspekte im Antragstext.

 

1. Antragsvorbereitung 

  • Erhebung der Frauenanteile unter den Antragsstellenden (Sprecherinnen, Gruppenleiterinnen, Mitarbeiterinnen), in den beteiligten Fächern/Fakultäten (Absolventinnen, Promovendinnen, Postdocs, Professorinnen) 

  • Festlegung von Zielgrößen zur Steigerung der Frauenanteile auf unterschiedlichen Qualifizierungsstufen, in Führungspositionen. 
     
  • Entwicklung von projektspezifischen Maßnahmen zur Steigerung der Frauenanteile: Maßnahmen zur Karriereförderung von Wissenschaftlerinnen, zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Wissenschaft und Familie sowie zur Sensibilisierung für Gleichstellung (Beratung durch das Gender Consulting).  

2. Antragsphase (Projektskizze, Vollantrag, Fortsetzungantrag)

  • Skizzierung der zentralen Strategien und Maßnahmen im Bereich Gleichstellung und Chancengleichheit der Universität Bonn. Hierfür stellt das Gender Consulting im Rahmen der Beratung einen Textbaustein zu Gleichstellung und Chancengleichheit an der Universität Bonn zur Verfügung, in dem Aussagen zum Gleichstellungskonzept der Hochschule, zur Verankerung von Gleichstellung und zu hochschulweiten Maßnahmen und Programmen getroffen werden. Der Textbaustein enthält unter anderem Angaben aus der geschlechterdifferenzierten Datenerhebung und zu hochschulweiten Maßnahmen und Programmen.

  • Darstellung und Begründung der eigenen geplanten Maßnahmen in Ergänzung zu den bestehenden zentralen Maßnahmen der Universität Bonn.

  • Benennung der vorhandenen oder geplanten Kooperationen mit zentralen Einrichtungen an der Universität Bonn (beispielsweise das Familienbüro unserer Universität).

  • Benennung der Verantwortlichen für die Umsetzung der Gleichstellungsmaßnahmen (z.B. Gender-Board) 

  • Bei Folgeanträgen: Bezugnahme auf die in der vorherigen Förderphase durchgeführten Maßnahmen und ggf. Evaluation der zurückliegenden Maßnahmen. 
  • Möglichkeit der Rückmeldung seitens des Gender Consultings zum gleichstellungs- und chancengleichheitsrelevanten Antragsteil im Kontext des Gesamtantrags. Bitte senden Sie hierfür (mit ausreichend Vorlaufzeit, mindestens 14 Tage vor Ablauf der Abgabe- oder Druckfrist) den Antrag an [Email protection active, please enable JavaScript.]

3. Vorbereitung von Begutachtungen und Probebegehungen

  • Entwicklung einer Präsentation des Gleichstellungs- und Chancengleichheitskonzepts des Forschungsprojekts für die Begehung: z. B. eigenes Genderposter oder Integration des Gender- Konzepts auf ein Poster.

  • Informationen zu Aspekten und Fragen rund um das Thema Gleichstellung und Chancengleichheit an der Universität Bonn.

  • Beratung durch das Genderconsulting vor der Begehung zur Klärung von offenen Fragen und Details zu Gleichstellung und Chancengleichheit im Kontext Ihres Drittmittelantrags. 

4. Umsetzungsmaßnahmen

  • Aufbau eines Gender-Boards zur übergeordneten Begleitung und Weiterentwicklung von Maßnahmen aus Chancengleichheitsmitteln

  • Implementierung einer Stelle zur Umsetzung von Gleichstellungs- und Chancengleichheitsmaßnahmen

  • Umsetzung von im Antrag beschrieben Maßnahmen ggf. in Kooperation mit anderen Drittmittelprojekten und ggf. unter Einbezug von weiteren Institutionen der Universität Bonn (z. B. zentrale Gleichstellungsbeauftragte, Familienbüro, Personalentwicklung
    und Dezernat 7). 

  • Evaluation von Maßnahmen zur Messung des Erfolgs.  

5. Folgende Fragen unterstützen Sie bei der Ausarbeitung der gleichstellungs- und chancengleichheitsrelevanten Antragsteile:

  • Wie viele Wissenschaftlerinnen sind am Antrag/als Teilprojektleiterinnen und in den Gremien des geplanten Konsortiums (Leitung, Vorstand, Wissenschaftlicher Beirat etc.) beteiligt? Bitte beziehen Sie sich auf die Frauenanteile in Ihrem Fach bzw. Ihrem Themengebiet auf den verschiedenen Qualifikationsstufen. 

  • Welche Aktivitäten planen Sie, um den Frauenanteil in Ihrem Projekt bzw. Ihrem Fach zu erhöhen bzw. zu halten? 

  • Welche Maßnahmen planen Sie zur Förderung des weiblichen Nachwuchses? Wie sind diese in die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses eingebettet bzw. wie grenzen sie sich dagegen ab und welchen Mehrwert bieten sie? 

  • Welche Maßnahmen planen Sie zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf und welche Maßnahmen werden zu einer verbesserten Familienfreundlichkeit in Ihrem geplanten Projekt beitragen? 

  • Welche Maßnahmen planen Sie zur Sensibilisierung Ihres wissenschaftlichen Teams? 

  • Wie können Verantwortlichkeiten für die Gleichstellungs- und Chancengleichheitsmaßnahmen innerhalb des Projekts verteilt werden? 

 

Bitte senden Sie Ihre Anfragen zu Beratung, Textbausteinen und Daten an 
[Email protection active, please enable JavaScript.]

 

 

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