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Gender Consulting

Beratung zu Chancengleichheitsmaßnahmen in Forschungsverbünden und weiteren Drittmittelprojekten

 

Die Förderung von Chancengleichheit und Diversität in der Wissenschaft gehört zu den erklärten Zielsetzungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Auch die Europäische Union weist der Umsetzung von Chancengleichheit, Diversität und der Integration von Genderaspekten in der Forschung einen hohen Stellenwert zu. 

Die Bedeutung, die der Berücksichtigung und Verankerung gleichstellungspolitischer Zielsetzungen und diversitätsrelevanter Aspekte zukommt, spiegelt sich sowohl in den Leitlinien zur Beantragung von Drittmittelprojekten als auch in den Bewilligungs- und Evaluierungsprozessen der DFG und EU wider. Dementsprechend wird in den verschiedenen Forschungsförderprogrammen die Entwicklung von Konzepten und Ideen zur Förderung von Chancengleichheit und Diversität erwartet. 

Zur Förderung der Chancengleichheit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bietet die DFG in ihren Förderprogrammen verschiedene, konkrete Maßnahmen an, die dazu beitragen sollen, 

  • die Anzahl der Wissenschaftlerinnen auf der Ebene der Projektleitungen zu erhöhen, 
  • die im Forschungsprojekt oder -verbund beschäftigten Nachwuchswissenschaftlerinnen bei ihrer wissenschaftlichen Karriere zu unterstützen sowie 
  • die Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Karriere zu verbessern. 

Für die Durchführung der projekteigenen Maßnahmen und Programme können im Rahmen der Antragstellung pauschale Mittel beantragt werden (Modul ‚Pauschale für Chancengleichheitsmaßnahmen‘). Die wichtigsten Informationen und Hinweise finden Sie in unserem Leitfaden, der Sie bei der Antragstellung unterstützen soll. Weiterhin erklärt die DFG hinsichtlich Relevanz von Geschlecht und Vielfältigkeit in der Forschung, dass bei Forschungsvorhaben die Berücksichtigung von Geschlechter- und Vielfältigkeitsdimensionen zur Vermeidung „blinder Flecken“ führen und damit die wissenschaftliche Qualität der Ergebnisse erhöhen kann. Daher sollte die Reflexion von Geschlecht und Vielfältigkeit Bestandteil der Vorbereitung eines jeden Forschungsprojekts sein und im Antrag behandelt werden.

Beispielsweise fordert die DFG im Rahmen der Beantragung eines Sonderforschungsbereichs (SFB) bei Einrichtungsanträgen und Fortsetzungsanträgen die Antragsteller*innen im Kapitel 1.4.2 zur Stellungnahme auf mit Blick auf die Gleichstellung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Karriere und Familie. Weiterhin wird im Abschnitt zur Darstellung des Sonderforschungsbereichs nach Teilprojekten in Kapitel 3.7 die Relevanz von Geschlecht und/oder Vielfältigkeit in den einzelnen Teilprojekten ab.

Das Gender Consulting berät und unterstützt bei der Antragsstellung (z. B. Skizzen, Einrichtungs- und Fortsetzungsanträge), der Begutachtung der Forschungsvorhaben sowie bei der Umsetzung der festgelegten Maßnahmen während der Projektlaufzeit.   

 

Das Beratungsangebot umfasst:

  • Persönliche Beratung und individuelle Bedarfsanalysen
  • Integration von Gleichstellungsaspekten in Personalentwicklungskonzepte und Forschungsanträge
  • Unterstützung bei der Recherche und Umsetzung der relevanten Richtlinien und Leitfäden der DFG
  • Bereitstellung von Textbausteinen für die Darstellung der universitätseigenen Chancengleichheitsmaßnahmen
  • Beratung und Unterstützung bei der Konzipierung als auch bei der Umsetzung spezifischer Maßnahmen zur Karriereförderung für Nachwuchswissenschaftlerinnen
  • Beratung und Unterstützung bei der Konzipierung von Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Wissenschaft und Familie im eigenen Projekt - in enger Kooperation mit dem Familienbüro der Universität
  • Beratung und Unterstützung bei der Entwicklung von Zielen (z. B. zur Erhöhung des Wissenschaftlerinnenanteils)
  • Beratung und Unterstützung bei der Konzipierung hochschulübergreifender Maßnahmen
  • Beratung und Unterstützung bei der Umsetzung eines gendersensiblen Forschungsdesigns und zur Verwendung geschlechtergerechter Sprache im Antragstext
  • Vorbereitung und Begleitung von Begehungen

 

Bitte bedenken Sie, dass eine individuelle Beratung nicht immer ad hoc erfolgen kann, sondern eine gewisse Bearbeitungszeit erfordert. Daher freuen wir uns über eine frühzeitige Anfrage, um Sie bestmöglich bis zur Antragsabgabe zu unterstützen.

 

Kontakt:

Hicham Boutouil
E-Mail: genderconsulting(at)zgb.uni-bonn.de
Telefon: 0228 - 73 6574

  

Horizont Europa Portal ist online

Das deutsche Portal zu Horizont Europa ist online! Auf den Seiten des Portals finden Sie wichtige Informationen zur Förderung durch das 9. Rahmenprogramm für Forschung und Innovation für die Programmlaufzeit von 2021-2027 sowie über das Beratungs- und Schulungsangebot. Die ersten Ausschreibungen für Horizont Europa werden im April 2021 erwartet. 

 

Aktuelle Informationen zu Horizon Europe 

Die Europäische Kommission führt neue Rahmenbedingungen und Maßnahmen zur Stärkung der Geschlechtergleichstellung im europäischen Förderprogramm Horizon Europe ein. Eine wichtige und für die Antragstellung relevante Änderung ist, dass Einrichtungen bzw. Hochschulen, die sich an einem Antrag beteiligen möchten, einen bestehenden Gleichstellungsplan vorweisen müssen. Weiterhin wurde festgelegt, dass Geschlechtergerechtigkeit als Querschnittsthema im gesamten Programm sichtbar sein muss und die Berücksichtigung von biologischen und sozio-kulturellen Unterschieden (Gender dimension in research and innovation) zwischen Männern und Frauen, standardmäßig in jeder Ausschreibung erwartet wird.

 

Die "Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards" der DFG

Zur besseren Verankerung von Chancengleichheit und Gleichstellung in der Wissenschaft haben sich die Mitgliedseinrichtungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Jahr 2008 erstmals auf die „Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards“ verpflichtet. Die „Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards“ der DFG definieren personelle und strukturelle Standards für eine nachhaltige Gleichstellung der Geschlechter in der Wissenschafts- und Hochschullandschaft. Sie stellen eine Selbstverpflichtung der DFG-Mitglieder dar und wurden erstmals 2008 verabschiedet und zuletzt 2017 überarbeitet.
 
 
 

EU-Projekt "GENDERACTION"

Das EU-Projekt GENDERACTION hat zum Thema "Geschlechtergerechtigkeit in der EU-Forschung" drei kurze englischsprachige Informationsvideos veröffentlicht:

🖥  The role of funding agencies in the promotion of gender equality in research and innovation

🖥  Gender equality policies in European research: Good practice criteria

🖥  Why we need gender equality actions?

 

Weitere Informationen zum EU-Projekt "GENDERACTION"

 

 

 

 

 

 

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