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Gleichstellung in Zahlen

Die folgenden Seiten geben einen Überblick über die geschlechtsspezifische Verteilung von Studierenden auf einzelne Fächer und über die prozentualen Anteile von Frauen und Männern an den Abschlüssen und Promotionen der Universität Bonn.

Seit dem Studienjahr 1999/2000 studieren kontinuierlich mehr Studentinnen als Studenten an der Universität und erreichen ihren ersten akademischen Abschluss.

Im Vergleich zu den landes- und bundesweiten Studierendenzahlen war der Anteil von 55% weiblicher Studierender an der Universität im WS 2011/12 besonders hoch. In NRW lag der Studentinnenanteil bei 46% und bundesweit bei 48% (WS 2010/11).

abschluesse Der Frauenanteil an den ersten akademischen Abschlüssen der Univeristät betrug im Studienjahr 2009/10 60%. Dem gegenüber lag der Absolventinnenanteil in NRW bei 52% und bundesweit bei 51%.

 

 

 Wer belegt welche Fächer?

Aus den sieben Fakultäten werden die Fächer Rechtswissenschaft, Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften, Medizin und Germanistik am häufigsten von den Studierenden gewählt.

Bei der Entscheidung für die einzelnen Fächer sind jedoch geschlechtsspezifische Tendenzen zu erkennen. Während Studentinnen, neben den zuvor genannten Fächern, häufiger Asienwissenschaften, Anglistik und Romanistik wählen, belegen Studenten öfter Fächer wie Informatik, Wirtschaftswissenschaften und Geographie. 

In den Fächern Kunstgeschichte, Psychologie und Romanistik gibt es einen Frauenanteil von über 80%, ein entsprechend hoher Anteil von männlichen Studierenden ist in den Fächern Informatik und Physik/Astronomie zu verzeichnen.
Ähnliche Verteilungen zeigen sich in ganz NRW.

 

 Die Qualifikationsstufen 

anteilequalifikationsstufen Obwohl in der ersten Studienphase und auch bei den ersten akademischen Abschlüssen ein höherer Anteil von Studentinnen vorzufinden ist, verlassen viele Frauen nach dem ersten Abschluss die Universität. Der Frauenanteil sinkt mit steigender Qualifikationsstufe.

 

promotionen Im zeitlichen Verlauf ist die Anzahl der Promovendinnen an der Universität Bonn allerdings kontinuierlich gestiegen.
Neben dem sowohl für Männer als auch für Frauen promotionsstarken Fach Medizin, werden Frauen häufiger in den Fächern  Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften und Pharmazie, Männer hingegen in Rechtswissenschaft und Biologie promoviert. 

Die Tendenz, dass Frauen nach dem ersten Abschluss die Universität verlassen, zeigt sich in gesamt Deutschland. Während im Jahr 2010 mit 51% und 49% nahezu gleichviele Frauen und Männer ihren ersten akademischen Abschluss erreicht haben, sanken die Frauenanteile bei den Promotionen auf nur noch 44%.

 

Fazit

Die Universität kann in ihrer Ausgangslage hinsichtlich der Geschlechterverteilung eine positive Bilanz ziehen. Unter den Studierenden ist ein vergleichsweise hoher Frauenanteil zu verzeichnen.
Der Blick auf die Qualifikationsstufen der akademischen Laufbahn zeigt jedoch, dass vor und vor allem nach der Promotion weit mehr Frauen als Männer die Universität verlassen.
Sowohl die geschlechtsspezifische Verteilung der Studierenden auf einzelne Fächer, als auch das vermehrte Ausscheiden der Wissenschaftlerinnen vor oder nach der Promotion sind Kennzeichen der universitären Statistik.

 

 

 

Quellen:
Die Angaben und Berechnungen basieren auf Daten des Statistischen Bundesamtes und der Abteilung 5.5 Controlling der Universität Bonn.
Die vollständigen Daten über die Prüfungen liegen in der amtlichen Statistik bis zum Studienjahr 2009/10 vor. Die Angaben über die Studierendenzahlen beziehen sich auf das aktuelle Semester.